Schülerfirma

Was ist eine Schülerfirma?

Schülerfirmen funktionieren somit nach dem Modell Kleinunternehmen. Sie sind schul- und  wirtschaftspädagogische Projekte unter dem rechtlichen Dach der Schule und keine (ganz) realen Wirtschaftsunternehmen. Obwohl es kein einheitliches Konzept für derartige Projekte gibt, haben alle Schülerfirmen gemeinsam, dass unternehmerische Entscheidungen weitgehend von Schülern getroffen werden. Die Schule bietet für ihre Aktivitäten lediglich einen rechtlichen und steuerrechtlichen Schutzraum. Das Unternehmensumfeld ist zumeist die Schule, aus der auch Kunden oder Zulieferer stammen. Es gibt allerdings auch manchmal Unternehmen, die auf den realen Markt ausgerichtet sind.

Ein klassisches und häufiges Beispiel für eine Schülerfirma ist eine von Schülern geführte Schulcafeteria. In dieser organisieren Schüler den Pausenverkauf für Lehrer und Mitschüler. Sie bereiten Snacks zu, kaufen Waren ein und führen Buchhaltung. Außerdem sind sie für Werbung und Marketing sowie für die interne Organisation zuständig. Meist gibt es einen oder mehrere Geschäftsführer, dazu Verkäufer, Einkäufer, Buchhalter und so weiter. Über den erwirtschafteten Gewinn dürfen die Schüler selbst verfügen, denn schließlich sind unternehmerische Risiken tatsächlich vorhanden. Wer nicht richtig kalkuliert oder Waren und Dienstleistungen anbietet, die der Kunde nicht abnimmt, macht Verluste oder geht sogar pleite.

Wichtige Lernfelder einer Schülerfirma sind:

  • Geschäftsideen und Unternehmergeist entwickeln
  • eine Schülerfirma mit ihren Abteilungen organisieren
  • Teammitglieder nach ihren Stärken und Kompetenzen einsetzen
  • Unternehmensstrategie entwickeln
  • Produkte herstellen oder Dienstleistungen anbieten
  • Kosten und Preise kalkulieren
  • Geschäftsbeziehungen aufbauen und Werbung betreiben

 

Warum „Samurai Games“?

Wir haben uns entschlossen, als Autoren für Brett- und Kartenspiele tätig zu werden, weil Spielen einfach Spaß macht. Es ist auch ein Bereich, in dem sich Kinder und Jugendliche auskennen und sowohl über viel Erfahrung als auch einen intuitiven Zugang verfügen. Auch die Spielelandschaft hat sich geändert. Der Markt für Brett- und Kartenspiele ist in den letzten Jahren exponentiell gewachsen. Die Zeiten, als es nur wenige einfache Spiele wie „Mensch ärger Dich nicht“ oder „Risiko“ gab, sind auch vorbei. Pro Jahr erscheinen inzwischen 400 bis 500 neue Brett- und Kartenspiele.

Darunter befinden sich bekannte Größen wie „Carcasonne“, „Die Siedler von Catan“ und „Dominion“, aber auch andere Bestseller wie „Smash up“, „Love Letter“, „Phase 10“ und viele mehr. Mit der Vielfalt sind auch die Ansprüche und damit die Qualität gestiegen. Es gibt Spiele mit ausgefeilten Spielmechanismen, tollen Settings oder ungewöhnlichen Spielmaterialien. Es gibt Spiele für Familien, für Kinder- und Jugendliche, für Taktikfüchse und für versierte Bluffer. Es gibt Spiele, die man allein Spielen kann, oder zu zweit und zu mehreren, oder auch kooperative Spiele, bei denen alle gemeinsam sozusagen „gegen“ das Spiel spielen.

Der Brett- und Kartenspielmarkt zeichnet sich durch unglaubliche Vielfalt aus. Wir glauben, dass wir und ein oder mehrere Spiele entwickeln und professionell produzieren können, die sich auf dem realen Markt behaupten werden. Das erfordert mehr Einsatz, mehr Disziplin und mehr Können als seine Kundschaft nur im Umfeld der Schule zu suchen, birgt aber auch viel größere Chancen und Lernprozesse. Denn schließlich ist es mit der Schülerfirma wie beim Spielen. Man wächst mit seinen Aufgaben und wer nicht wagt, hat schon verloren!