1. Treffen: Gründung der neuen Schülerfirma

Spielmechanismus, Setting, Regeln, Balancing… Wie erfindet man eigentlich ein Spiel? Und wie kommt man von einer Spielidee zu einem fertigen Produkt, das sich auf dem Spielemarkt verkaufen lässt? Zum ersten Treffen der neuen Schülerfirma kamen 15 Schüler aus den Klassenstufen 7, 9, 10, K1 und K2, um sich mit diesen und anderen Fragen auseinanderzusetzen. Unser Ziel: ein oder mehrere Brett- oder Kartenspiele zu erfinden, zu entwickeln und professionell zu vermarkten.

Nach einer einführenden Erklärung, was eine Schülerfirma ist und welche Aufgaben und Positionen zu besetzen sind, folgt eine kurze Präsentation über die aktuelle Marktlage: Trotz oder gerade wegen der zunehmenden Digitalisierung boomt der Karten- und Brettspielemarkt mehr denn je. Die Zeiten von glücksbasierten Klassikern wie Mensch-ärger-Dich-nicht oder Risiko sind lange vorbei. Jedes Jahr erscheinen allein in Deutschland 400 bis 500 neue Spiele. Titel wie „Dominion“, „Die Siedler von Catan“ oder „Yu-Gi-Oh!“ sind richtige Bestseller und wahrscheinlich den meisten ein Begriff. Aber auch abseits davon gibt es tolle Neuerscheinungen wie „Love Letter“ oder „Smash up“. Spiele, die sich durch eine schnelle Erlernbarkeit, taktische Tiefe oder andere Vorteile auszeichnen. Sie kommen zudem mit wenig Regeln und noch weniger Material aus. Was spricht also dagegen, dass Schüler ein solches Spiel erfinden? Denn im Prinzip braucht man nur eine gute Idee! Alles weitere ist zwar auch harte Arbeit, besteht aber vor allen Dingen in Mathematik (Balancing und Spielmechanismus), Geduld (probespielen und analysieren) und Kreativität (Gamdesign und Setting). Und das können auch Kinder und Jugendliche leisten, wenn Sie denn wollen.

Zum Abschluss des erstens Treffens wird über den künftigen Namen für die Schülerfirma nachgedacht. Witzig soll er sein, vielleicht auch Spielbezug haben und nach Möglichkeit cool klingen. Außerdem darf er noch nicht als Marke eingetragen sein oder als Domain für eine Webseite verwendet werden, was sich beides am Rechner direkt überprüfen lässt. Ganz schön viele Anforderungen, aber am Ende stehen einige gute Ideen und zwei Favoriten auf dem Papier: Games-Clash und Thunfisch-Games. Die Abstimmung über unseren Namen wird auf die kommenden Sitzungen verschoben.