15. Treffen: Der coolste Typ ist der Prototyp!

Woran man eine gute Schülerfirma erkennt? Wenn man ein freiwilliges Treffen auf einen schulfreien Tag legt und trotzdem mehr als die Hälfte der Schüler kommt, einfach weil es ihnen Spaß macht.

Inhaltlich stand vor allem Spielen in den zwei Stunden auf dem Programm. Aber davor wurde erst einmal gebastelt. Für unser neues Taktik-Kartenspiel haben wir ein ganz einfaches Grundspiel entworfen. Mit einem ganz simplen Textverarbeitungsprogramm und einigen coolen Bildern aus dem Internet haben wir die Spielkarten designed. Anschließend haben wir das ganze ausgedruckt, auf farbige Karteikarten geklebt und dann konnte es auch schon losgehen mit dem Probespielen.

Dabei zeigte sich schnell, dass zum einen sofort unheimlich viele und gute Ideen für Zusatzkarten, Effekte, Änderungen der Spielwerte, der Spielerreihenfolge aufkamen. Auch ganz viele Probleme wie Downtime (zu lange Wartezeit für inaktive Spieler) oder bezüglich des Balancings (bestimmte Karten verlieren immer gegen bestimmte andere Karten) wurden schnell erkannt, angesprochen, notiert und mit einigen improvisierten Änderungen geändert.

Zum anderen zeigte sich aber auch, dass für ein wirklich komplexes Spiel mit taktischer Tiefe viel intensivere Arbeit nötig ist. Denn jede Änderung wirkt sich auf die bisherigen Mechanismen aus und muss dahingehend wieder überprüft werden, ob die neue Lösung nicht zu Problemen an anderer Stelle führt.

Auf jeden Fall hat das Treffen allen total viel Spaß gemacht und alle sind begeistert vom aktuellen Spiel, weil ganz klar deutlich wird, dass hier wirklich großes Potential vorhanden ist und die Möglichkeiten, Ideen zu entwickeln, fast grenzenlos sind. Unser Ziel wird auch sein, mit diesem Spiel den ganz großen Wurf anzugehen und es entweder über Kickstarter zu finanzieren oder vielleicht direkt einem Verlag anzubieten.

Abschließend haben wir noch den Tag der offenen Tür am nächsten Samstag besprochen. Wir erhalten zentral einen Infostand, an dem wir auch unser Spiel 31er verkaufen können, falls das bis dahin fertig gedruckt wird. Dafür – und für unseren Vertrieb über deutschlandweite Spielegeschäfte – haben wir jetzt auch einen Flyer entworfen. Schließlich ist das unser Unique Selling Point, also unser Alleinstellungsmerkmal, dass wir eine Schülerfirma sind. Diesen Info-Flyer können die Geschäftsführer der Spieleläden mit auslegen, um ihre Kunden über die Besonderheiten unserer Spiele zu informieren.

Tolle Nachricht übrigens zum Schluss des Treffens:
Über unsere Schülerfirma wird ein Beitrag im Schulbuch „Wirtschaft und Du“ der Westermann Gruppe erscheinen! Wenn es für Samurais so etwas wie einen Ritterschlag gibt, dann ist das einer davon!