14. Treffen: 31er geht in Druck und neue Projekte

Endlich ist es soweit! Am Dienstag erfolgte der Proof der Druckdateien durch die Druckerei, soweit sieht alles in Ordnung aus. Mit etwas mulmigem Gefühl haben wir den Druckauftrag freigegeben. Immerhin sind wir jetzt pleite, die Druckkosten und der Versand umfassen unser gesamtes Budget sowie die Voreinnahmen, die wir über Vorbestellungen realisiert haben. Aber ein Unternehmen gründen und leiten ist eben wie ein gutes Brettspiel spielen. Man analysiert und plant und entwickelt eine Strategie. Und dann muss man manchmal auch ein bisschen Glück haben oder zumindest kein Pech, damit man als Sieger hervorgeht. Zumindest haben wir alles nach bestem Wissen und Gewissen getan. In 2-3 Wochen wissen wir mehr, dann sollten wir die fertigen Spiele erhalten und können zum zweiten Teil unseres Tagesgeschäfts übergehen: Werbung und Vertrieb.

Wenigstens ist die lange Arbeit an unserem ersten Spiel zwischenzeitlich beendet und wir haben den Kopf frei für andere Projekte. Das ist auch gut so, denn in den letzten Wochen hat sich einiges getan. Wir haben beispielsweise Visitenkarten spendiert bekommen (vielen Dank an City-Druck Heidelberg an dieser Stelle!). Außerdem haben wir die Gelegenheit eines Besuchs bei den Mannheimer Adlern genutzt, die in der ersten Bundesliga Eishockey spielen, und mit den Marketingverantwortlichen über die Realisierung eines Eishockey-Quartetts gesprochen. Wir haben einen Konzeptentwurf eingereicht und Interesse besteht auf jeden Fall, in den nächsten Wochen sollten wir auch hier zielführende Gespräche führen können.

Bis dahin nutzen wir die Zeit und versuchen, Level 2 zu erreichen: die Erstellung eines eigenen, aber komplexeren Spiels. Dazu haben wir uns Spielmechaniken guter Strategiespiele angeschaut und überlegt, ob wir nicht vielleicht etwas mit dem Setting „Samurais“ auf die Beine stellen können. Und dann haben wir einen ganz einfachen Prototypen auf Karteikarten gebastelt und einfach ausprobiert. Schnell zeigt sich, dass Probleme wie „Kingmaker“, „Downtime“ und „Balancing“ nicht so einfach aus der Welt zu schaffen sind, ohne dass man dafür an anderen Stellen wieder Spielspaß, Tiefe oder Komplexität einbüßt. Aber die ersten beiden Sitzungen zum neuen Spiel haben immerhin schon eine grobe Richtung gezeigt, in die es gehen könnte. Die Geschäftsführung hat den Prototyp die Ferien über mit nach Hause genommen, um in Eigenregie weiter am Aufbau und Ablauf des Spiels zu entwickeln. Eine Trumpfkarte haben wir noch in der Hinterhand. Mit Herrn Dr. Schmid-Ruhe von der Stadtbibliothek Mannheim ist für die nächsten Wochen ein Treffen vereinbart. Er war früher selbst in der Spieleverlag-Branche tätig und ist schon sehr gespannt auf unser Treiben. Und wenn ein echter Profi uns nicht mit Tipps und Tricks weiterhelfen kann, wer dann.