13. Treffen: Im Zeichen der Spielmechanik

Die Arbeiten an unserem Kartenspiel gehen in die entscheidende Phase. 20 Comicfiguren sind entworfen und erhalten derzeit ihren grafischen Feinschliff. 16 davon werden wir dann für die vier Spielkarten-Gruppen auswählen. Dazu müssen sie farblich aufeinander abgestimmt und in das Design der Spielkarten integriert werden. Letzteres steht auch noch offen. Wir haben zwar schon erste Entwürfe gemacht, sind mit diesen aber noch nicht ganz zufrieden.

Was uns zur Zeit aber mehr beschäftigt, ist die endgültige Spielmechanik. Wir haben verschiedene Ideen entwickelt, wie wir den Ablauf des Spiels variabler und taktisch flexibler gestalten können. Nun gilt es, die verschiedenen Ansätze in Testspielrunden zu überprüfen und zu analysieren. Dabei stellt sich heraus, dass die Frage nach dem perfekten Spielkonzept schwierig zu beantworten ist. Wie viele Lebenspunkte sollen die Spieler am Anfang haben, ohne dass das Spiel zu schnell vorbei ist, aber auch nicht zu lange dauert? Wie viele Spielkarten sollen den Zahlenwert 10 erhalten, um die Kombination 31er zu ermöglichen? Bei vier 10er-Karten macht Bluffen keinen Sinn mehr, weil die Chance über 80 % beträgt, dass jemand tatsächlich 31 Punkte auf der Hand hat. Bei drei 10er-Karten beträgt die Chance real immerhin nur 50 %. Schon bessser, aber wie soll ein erfolgreicher oder nicht erfolgreicher Bluff in die Wertung einfließen? Eine alternative Möglichkeit wäre, auf Bluffen zu verzichten und stattdessen die Regel einzuführen, dass man versuchen muss, heimlich mit 31 Punkten zu gewinnen. Nach Abschluss der Tauschrunde, aber vor Beginn der Wertung könnte dann jeder ansagen, ob er einen Mitspieler verdächtigt, ein 31er zu sein. Thematisch ist das besser, allerdings hakt es noch etwas an der Auswirkung für die Wertung. Wir verschieben die Entscheidung daher auf das nächste Treffen. Es wird wohl noch ein paar Testrunden dauern, bis das Spielkonzept steht.

Langweilig wird es also schon einmal nicht. Wie auch, mit der Anmeldung zum Bundes-Schülerfirmen-Contest 2017 haben wir eine weitere wichtige Baustelle eröffnet. Der Kampf um Voting-Stimmen hat begonnen. Zwischen 400 und 500 brauchen wir erfahrungsgemäß, um uns für die Runde der letzten 20 zu qualifizieren. 97 Stimmen haben wir zur Zeit, aber wir haben ja auch gerade erst mit unseren Werbemaßnahmen begonnen.

Ähnlich gut läuft die Vorbestellung für unser Kartenspiel. Über 30 davon konnten wir schon entgegen nehmen. Sicher wird sich die Zahl der Bestellungen noch deutlich erhöhen, wenn das Spiel erst produziert und im Handel erhältlich ist. Ein Turnier, um es zu bewerben, ist auch schon geplant.

Weitere Spielideen stehen ebenfalls in der Pipeline. Philip und Tim haben das Konzept für ein kleines Bluff-Kartenspiel vorgestellt. Um nicht alles durcheinander zu bringen, werden sie das zunächst in Heimarbeit weiterentwickeln. Während der nächsten Treffen hat das 31er Vorrang. Die nächsten Wochen werden dabei entscheidend sein. Bereits am Donnerstag haben wir einen wichtigen Termin, der eine große Bestellung nach sich ziehen könnte. Als gute Samurais werden wir alles dafür tun, dass das klappt.